Ein Threads-Beitrag erhebt Vorwürfe gegen Remote Worker Indonesia (RWID): Zusagen für lebenslanges Mentoring seien nicht erfüllt worden, während sich Rückerstattungsforderungen angesammelt hätten. Der Beitrag nennt Verpflichtungen von 2,5 Milliarden indonesischen Rupiah. Diese Summe ist eine Angabe des Beitrags und keine unabhängig bestätigte Forderungshöhe.
Vorauszahlung für eine langfristige Leistung
Nach Darstellung des Threads verkaufte RWID lebenslanges Mentoring gegen eine Zahlung zu Beginn. Die Kosten für die Mentoren seien dagegen über Jahre weitergelaufen. Als das Geschäft ins Stocken geraten sei, habe RWID die versprochene Betreuung nicht mehr erfüllt; zugleich hätten sich Rückzahlungsforderungen gehäuft.
Der Beitrag kritisiert damit die Finanzierung des Angebots: Den früh vereinnahmten Zahlungen hätten langfristige Leistungsverpflichtungen gegenübergestanden. Seine Schlussfolgerung lautet sinngemäß, dass solche Einnahmen wegen der noch ausstehenden Betreuung nicht als frei verfügbarer Gewinn betrachtet werden sollten. Das ist die wirtschaftliche Einordnung des Threads, keine geprüfte Bilanz von RWID.
Angeblicher Neustart und Verweis nach Wonosobo
Weiter behauptet der Threads-Beitrag, der Gründer habe auf LinkedIn angekündigt, RWID schrittweise wieder aufzubauen. Damit sollten Rückerstattungsforderungen der Darstellung zufolge als hinfällig gelten. Unzufriedene seien an die Polizei in Wonosobo, im Beitrag als „Polres Wonosobo“ bezeichnet, verwiesen worden.
Der betreffende LinkedIn-Originalbeitrag liegt im verfügbaren Material nicht als eigenständig prüfbarer Beleg vor. Die Darstellung lässt deshalb weder eine gesicherte Aussage über den genauen Wortlaut der Ankündigung noch über die rechtliche Behandlung der Rückzahlungsforderungen zu. Auch belegt der geschilderte Verweis an die Polizei für sich genommen kein behördliches Verfahren.
Weitere Vorwürfe zu lebenslangem Zugang
Eine anklagend formulierte Dossierseite zu RemoteWorker.id greift ebenfalls das Thema lebenslanger Leistungen auf. Sie behauptet, das Werbeversprechen einer einmaligen Zahlung für lebenslangen Zugang ohne monatliche Gebühren sei einseitig verändert worden: An seine Stelle seien einzeln kostenpflichtige Module und sogenannte Ekoin-Token auf einer neuen Plattform getreten.
Die Dossierseite erhebt außerdem Vorwürfe zu ausstehenden Zahlungen an die Lehrkräfte des Kursprogramms. Eine eigene Rubrik widmet sie angeblich zurückgehaltenen Vergütungen und Ansprüchen der Mentoren. Darin beruft sie sich auf Aussagen und Aufzeichnungen von Lehrkräften, die über noch nicht beglichene Unterrichtshonorare klagten. Zugleich würden deren Kursmaterialien nach Darstellung der Seite weiterhin kommerziell verwertet.
Die Seite bezeichnet ihre Zusammenstellung als dokumentengestützt. Die erwähnten Originalunterlagen sind im verfügbaren Material jedoch nicht eigenständig überprüfbar; auch Urheberschaft und Unabhängigkeit der Seite sind nicht geklärt. Ihre Darstellung liefert daher keine unabhängige Bestätigung der im Thread genannten Verpflichtungen von 2,5 Milliarden Rupiah.
Persönliche Erfahrungen mit Erwerbstätigkeit und Onlinearbeit behandelt der ältere BAYI-Beitrag Auswandern und Arbeiten in Indonesien aus dem Jahr 2018. Er bietet Hintergrund zum Leben und Arbeiten im Land; die Vorwürfe gegen RWID bestätigt er nicht.
Quellen
- threads.com – Ini kasus RWID – Remote Worker Indonesia. Intinya jual mentoring lifetime, uang masuk di … – https://www.threads.com/@meta.ai/post/DfcVIqACqX-/ini-kasus-rwid-remote-worker-indonesia-intinya-jual-mentoring-lifetime-uang/
- ekojahat.tech – Eko Suprapto Wibowo & RemoteWorker.id (RWID) — Fakta & Dokumen Terbuka – https://ekojahat.tech/dossier


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